Samstag, der 23. Juni 2018 - Tages-Workshop

Tag des Austausch und des Kennenlernens

mit Frau Dr. jur Anette Oberhauser

Thema:

Aromatherapie näher betrachtet

Beginn: 9.30 Uhr
Ende: 17.30 Uhr
Wo: Freiwilligenzentrum im Kloster von Alsfeld (Oberhessen)
Programm mit: Dr. jur Anette Oberhauser, H. Christiane Günther, Marc Lerch

Egal ob Sie Profi oder Neuling in der Aroma-Branche sind, zu diesem Jubiläumstag werden Ätherische Öle und ihre Anwender diesen Bereich unter die Lupe nehmen.

Die Fachanwältin für Medizinrecht, Frau Dr. jur Oberhauser, beschreibt die Grenzen aber auch Lücken, die es in den Gesetzen gibt.
Wir wollen wissen, was es mit den vielen Fach - Namen aus der "Aromatherapie" auf sich hat.
Jeder der hier teilnimmt, kann eigene Fragen zu diesem Thema stellen.

In einer "menschlich guten Formulierung" kann Frau Dr. Oberhauser hier die Voraussetzungen der verschiedenen Berufsbezeichnungen nennen genauso wie die unterschiedlichen Etikettierungsmöglichkeiten der Ätherischen Öle denen sich viele Firmen unterschiedlich bedienen.
Das irritiert den Verbraucher erheblich und er weiß letztendlich nicht mehr wo er auf WAS achten muss um das zu finden was er tatsächlich möchte.

Ebenso wird Frau Dr. Oberhauser auf die zahllosen Zertifizierungen eingehen, die Eu-weit herausgegeben, "gestreut" werden.
Es ist ein workshop, zu dem Sie Fragen stellen und Beispiele mitbringen können. Alles was Sie irritiert oder mißtrauisch macht.. bringen sie mit,  als Produkt oder in Bildform dann erhalten sie dort ergiebige Informationen dazu.
(Sollten Sie mehrere Fragen haben, wäre es sicherer, wenn Sie die Fragen vorab senden würden)

Nach diesem Workshop-Tag, werden sie mit mehr Sicherheit Texten und Begriffen aus der Aromatherapie-Szene begegnen können.
Mehr Informationen zum Verein aroma-netz e.V. erfahren Sie per Telefon oder über unsere Homepage (wird gerade aktualisiert) www.aroma-netz.com

Oder füllen Sie unseren Fragebogen aus....
Angemeldet sind sie in dem Moment, wenn Sie die € 150.- überwiesen haben.
Jubiläumspreis für Gäste: € 99.- zuzügl. Verpflegung
Kosten für Mitglieder: € Kosten für Verpflegung

Wir wünschen Ihnen allen viel Erfolg!
Der Vorstand

 

 

 

 

 

 

Weitere Fragen zu diesem und anderen Themen zur  Rechtssicherheit erhalten sie
am Samstag, den 30. September 2017 auf unserem Tages-Workshop 9.30 - 17.00 Uhr mit unserer Fachanwältin Frau Dr. jur Anette Oberhauser / zu finden unter "Aktuelles"
und natürlich als Mitglied oder auch als Gast zum Workshops und für Newsletter u.a.

Ein Beispiel aus unserem Forum für Rechtsfragen:  Frage eines Mitglieds: 


"Zertifizierung von Aroma-Schulen mit Aus- und Fortbildungen  in Deutschland - im Vergleich - zu Österreich" 

Aus gegebenen Anlaß ( Ausbildungsangebot aus Österreich ) möchten wir heute erneut auf die Verwendung der Begriffe  "Diplom oder diplomiert"  in Verbindung mit einer nicht akademischen Ausbildung eingehen. 

Wir haben in der Vergangenheit dieses Thema zwar schon in verschiedenen Vorträgen und Workshops behandelt, befragen aber zum aktuellen Stand unsere medizinische Fachanwältin Frau Dr. jur Anette Oberhauser

 

Antwort von Frau Dr. jur Anette Oberhauser:

Ich komme heute darauf zurück, dass Du wegen des diplomierten Aromalehrgangs aus Österreich noch einmal für die deutsche Rechtslage nachgefragt hast. Ich gehe hierbei auch auf Deine Forumsfrage zum Thema ein:

Leider ist es immer noch so, dass die Einschränkungen ein Diplom oder etwas diplomähnliches in Deutschland zu führen immer noch sind, wie ich es seit je her gepredigt habe.
Führt man ein Diplom, auch ein ausländisches, gibt es zwei Säulen, aus denen sich das Verbot ergibt:

A) Die Hochschulgesetze

Im deutschen Rechtsraum ist es bekannt, dass jemand mit einem Diplom an einer anerkannten Hochschule nach den Hochschulrahmengesetzen der Länder (§ 18) studiert hat. Das Diplom ist insoweit ein akademischer Grad. Führt man nun ein Diplom aus dem Ausland, muss sichergestellt sein, dass dies auch von einer dortigen anerkannten Hochschule stammt und das Ausbildungsinstitut einen akademischen Grad nach den dortigen rechtlichen Vorgaben erteilen darf. Es braucht also mind. eine Akkreditierung des Bildungsinstituts. Dann darf man das Diplom mit Auslandszusatz führen.

Handelt es sich um einen rein privaten Bildungsträger gibt es zwar die Möglichkeit, Begriffe wie diplomiert auf das Zertifikat zu schreiben, was den Teilnehmern aber möglichst nicht weiterhilft, da sie den Titel so nicht führen dürfen in ihrem eigenen Werbematerial. Man hat zwar ein wunderbares Zertifikat, das man aber nicht nach außen präsentieren sollte.

Im Übrigen ist das Führen eines Diploms nach wie vor mit einem Strafbarkeitsrisiko verknüpft.

B) Als zweites geht es um das Wettbewerbsrecht, also um die Lauterkeit von Angaben beim Werben

Dann macht man sich zwar nicht mehr strafbar, kann aber immer noch eine Unterlassungserklärung erhalten, mit den dann sich hieran anschließenden Vertragsstrafen. Hierbei ist es zwar zunächst entscheidend, dass man das Diplom hinreichend vom Hochschuldiplom abgrenzt und dadurch sich wenigstens nicht strafbar macht, aber immerhin noch unlauter bei der Werbung handelt. Formulierungen wie „diplomiert“ sind daher schon stark in die Richtung gehend, man wolle andeuten, zumindest an einer Hochschule studiert zu haben oder eine Ausbildung bekommen zu haben, die annährend diesem Niveau entspricht.

Eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema gab es bei dem Diplom Wellnesstrainern, dem Diplom Feng Shui Berater und anderen. Hier gilt nach wie vor folgendes:

Hier wurde unterschieden zwischen personenbezogenen Zertifikaten, diese dürfen nicht Diplom heißen, sondern sicherer Zertifikat, es heißt also, wenn man ein solches Diplom erhalten hat, darf man es zwar dann an die Wand hängen, allerdings nicht schreiben „Elisabeth Müller, Diplom Feng Shui Beraterin“ oder im Fall „diplomierte Aromapraktikerin“.

Irreführung bleibt auch bestehen, wenn ein Zusatz, der das ganze relativieren soll, angebracht wird, beispielsweise der Name des Bildungsträgers oder das Herkunftsland. Auch solches sollte man daher unterlassen.

Ich kann Dich daher nur in Deinem Vorschlag bestärken, alles nur Zertifikat zu nennen. Nun wird natürlich der österreichische Bildungsträger stark darauf Wert legen, dass seine Urkunden so bleiben, wie sie sind. Dann müssen allerdings die Teilnehmer entsprechend belehrt werden, wie ich oben beschrieben habe.

Anette